Umweltproduktdeklarationen (EPDs) bieten verlässliche Daten für fundierte Entscheidungen im nachhaltigkeitsorientierten Bauen.

Umweltproduktdeklarationen dokumentieren ausgewählte Umweltauswirkungen eines Produkts über dessen Lebenszyklus und schaffen damit Transparenz für Planung und Bewertung. Erfasst werden u.a. der Energie- und Ressourceneinsatz sowie Auswirkungen auf Treibhauseffekt, Versauerung, Überdüngung, Ozonschichtabbau und Smogbildung. SAINT-GOBAIN Austria stellt für Produkte von RIGIPS ergänzend Unterlagen mit Angaben zu ausgewählten technischen Eigenschaften wie Lebensdauer, Schallschutz oder dem Einfluss auf die Innenraumluft, zur Verfügung.
Seit 2014 werden für sämtliche in Bad Aussee produzierten RIGIPS Gipskartonplatten EPDs zur Verfügung gestellt. Die Deklarationen werden gemäß ISO 14025 und EN 15804+A2 erstellt und bieten eine nachvollziehbare Basis für die ökologische Bewertung von Bauprodukten.
Entscheidend für die Gebäudeplanung ist jedoch nicht nur das einzelne Produkt, sondern das Zusammenspiel aller Komponenten. Gipskartonplatten entfalten ihre technische Leistung erst gemeinsam mit Profilen, Dämmstoffen und Befestigungsmitteln innerhalb eines geprüften Trockenbausystems. Deshalb stellt RIGIPS neben EPDs für Einzelprodukte auch EPDs für wesentliche Wand- und Deckensysteme bereit. So erhalten Planer:innen und Bauphysiker:innen standardisierte Umweltdaten für die jeweils beschriebenen Konstruktionen. Die Informationen stehen über die RIGIPS-Unternehmensseite auf baubook zur Verfügung.
Wie sich solche Daten in der Praxis nutzen lassen, zeigt das im Architekturmagazin WEISS 2025 vorgestellte Wohnhochhaus „Schneewittchen“ im Wiener Nordbahnviertel. Für das Projekt wurden unter anderem Raumluft-, Luftdichtheits- und Schallmessungen durchgeführt. Das Beispiel verdeutlicht, wie standardisierte Produkt- und Systemdaten mit objektiven Prüfungen auf Gebäudeebene zusammenwirken können und so eine belastbare Grundlage für fundierte Planungsentscheidungen schaffen.
