Die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) präsentiert die neue Gemeinwohl-Matrix 5.2, eine rundum aktualisierte Version.

Das weiterentwickelte Managementinstrument der Gemeinwohl-Bilanz verbindet nun strategische Nachhaltigkeitsarbeit mit dem freiwilligen europäischen Berichtsstandard VS (ehemals VSME). Eine digital, individuell anpassbare Berichtsvorlage erleichtert zudem Unternehmen die Erstellung der Gemeinwohl-Bilanz und reduziert den damit verbundenen Aufwand.
Nachhaltigkeitsberichte dokumentieren, was Unternehmen bereits leisten. Die Gemeinwohl-Matrix geht weit darüber hinaus. Sie verbindet eine Bestandsaufnahme mit einer systematischen Bewertung unternehmerischen Handelns anhand ethischer Werte wie Menschenwürde, soziale Gerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit sowie Transparenz und Mitbestimmung. Die daraus entstehende Gemeinwohl-Bilanz macht sichtbar, wie ein Unternehmen zum Gemeinwohl beiträgt und wo zukünftige Verbesserungen möglich sind.

Nach rund einem Jahr Entwicklungsarbeit liegt das Instrument in einer umfassend überarbeiteten Version vor.
„Vielfach eingebrachte Stakeholder-Perspektiven haben die Gemeinwohl-Matrix 5.2 klarer und praxisorientierter gemacht. Mit digitalen, maßgeschneiderten Berichtsvorlagen verschafft sie mehr Raum für strategische, zukunftsorientierte Maßnahmenplanung – Nachhaltigkeitsarbeit, die Sinn und Freude macht“,erklärt Sabine Lehner, Sprecherin der Gemeinwohl-Ökonomie Österreich und Stakeholder-Lead im Matrix-Entwicklungs-Team.


EU-Berichtsstandard integriert


Die wichtigste Neuerung ist die Anbindung an den freiwilligen europäischen Nachhaltigkeitsberichts-Standard VS. Dessen Basismodul wurde vollständig, das Zusatzmodul teilweise in die Matrix integriert. Unternehmen können damit ihre Gemeinwohl-Bilanz erstellen und zugleich die Anforderungen des VS-Basismoduls abdecken. Für die Berichterstattung nach dem vollständigen VS-Standard steht eine erweiterte Option zur Verfügung. Die daraus entstehende Gemeinwohl-Bilanz macht sichtbar, wie ein Unternehmen zum Gemeinwohl beiträgt und wo Verbesserungen möglich sind. Weltweit haben bereits mehr als 1.500 Unternehmen eine solche Bilanz erstellt.


Individuelle Berichtsvorlagen statt Einheitslösung


Mit Version 5.2 wurden bisher getrennte Dokumente in einer digitalen Vorlage zusammengeführt. Über Filter lassen sich Berichtsfragen und Indikatoren an die Größe, Struktur und Tätigkeit einer Organisation anpassen. Die bisherige Unterscheidung zwischen Kompakt- und Vollbilanz entfällt zugunsten eines einheitlichen Systems mit unterschiedlichen Bearbeitungstiefen. Die Vorlagen können als Word- oder PDF-Dateien exportiert werden. Alternativ stehen die Softwarelösungen goodbalancer und Leadity zur Verfügung.

Die Gemeinwohl-Matrix 5.2 kann ab sofort von Unternehmen, gemeinnützigen Organisationen und weiteren Einrichtungen genutzt werden. Bereits begonnene Gemeinwohl-Bilanzierungen nach den Versionen 5.0 und 5.1 mit Berichtszeitraum 2025/2026 können noch bis zum 31. Dezember 2027 zum externen Audit eingereicht werden.