Eine neue Umfrage des Kontext Instituts zeigt: Die Menschen in Österreich erkennen die Wichtigkeit der Ökologisierung für Wohlstand und Sicherheit, orten aktuell mangelnde politische Reformbereitschaft aber grundsätzlich viel Potenzial in diesem Land.

„In der wirtschaftlich und geopolitisch hoch angespannten Lage steht Österreich – wie Europa insgesamt – vor einer Richtungsentscheidung: Bleiben wir bei den überholten Technologien der fossilen Vergangenheit oder investieren wir entschlossen in eine saubere, unabhängige Zukunft?“ sagt KONTEXT-Vorständin Katharina Rogenhofer. „Die Umfrage zeigt klar: Die Menschen in Österreich wollen nach vorne. Sie sehen saubere Zukunftstechnologien als Chance für Wohlstand, Sicherheit und Selbstbestimmung.“

Mangelnde politische Reformbereitschaft, trotz breiter Zustimmung für Veränderung

Die überwiegende Mehrheit allerdings ist der Meinung, dass es in Österreich derzeit sehr schwer sei, grundlegende Veränderungen voranzutreiben (85,2 %). Das Land befinde sich eher in einer Phase des Stillstands als in einer des Aufbruchs (84,4 %). Gerade bei Klimathemen werde zu viel über Risiken und zu wenig über Chancen gesprochen (70,6 %). 85,1 Prozent erkennen eine zunehmende Polarisierung und Spaltung in der Gesellschaft, die eine lösungsorientierte Debatte zu Klimathemen immer schwerer macht.

Trotz dieser ernüchternden Beurteilung sehen Menschen in Österreich viel Potenzial. Österreich könne alle Herausforderungen meistern, wenn die Spaltung der Gesellschaft überwunden und das Gemeinsame vor das Trennende gestellt wird, stimmen 71,5 Prozent der Befragten zu. Jedoch sei Österreich nur mit einer klaren, langfristig ausgelegten Zukunftsstrategie für die nächsten Jahrzehnte in der Lage, grundlegende Veränderungen für die Ökologisierung der Wirtschaft umzusetzen (78,3 %). 75 Prozent sind persönlich bereit, grundlegende Veränderungen, wie die Energiewende oder die Kreislaufwirtschaft, zu unterstützen.

„Die Bereitschaft für Veränderung ist da – was fehlt, ist eine klare politische Vision und der Wille, sie auch umzusetzen,“ sagt KONTEXT-Vorständin Tina Deutsch. „2026 kann ein Jahr des Aufbruchs werden, wenn Politik und Gesellschaft den Mut haben, die Spaltung zu überwinden und konkrete Lösungen konsequent und gemeinsam voranzubringen.“

Methodologie

Für die repräsentative Umfrage wurden zwischen 17. und 22. Dezember 2025 1.000 Personen aus allen österreichischen Bundesländern im Alter zwischen 14 und 75 Jahren von marketagent online befragt.

Die Detailsergebnisse gibt es hier zum Download.