Liebe Leser,
das Highlight des aktuellen Newsletters ist die Präsentation des neuen CSR-Guides, den Herausgeber Michael Fembek im Marmorsaal des Lebensministeriums mit Frau BM Sophie Karmasin präsentierte. Dazu gibt’s auch ein Video.
Die hochkarätig besetzte Diskussionsrunde brachte überaus interessante Aussagen, die wir hier nochmals kurz umreißen wollen. So meinte Sophie Karmasin, dass in Österreich immer noch eine Ungleichverteilung herrsche und forderte eine Miteinbeziehung der Väter bei Hausarbeit und Kinderbetreuung. Ziel für die Ministerin: Österreich soll zum familienfreundlichsten Land Europas werden. Sie strich die Vorteile familienfreundlicher Unternehmen heraus, nämlich weniger Fluktuation, weniger Krankenstände und bessere Mitarbeiter. Die Ministerin forderte Unternehmen auf, der Plattform „Familienfreundliche Unternehmen“ beizutreten.
AMS-Vorstand Johannes Kopf hielt CSR für ökonomisch sinnvoll. Früher konnte man gut qualifizierte Mitarbeiter mit einem 3er BMW, Handy und Laptop ködern – das funktioniert heute nicht mehr, so Kopf. Gut qualifizierte Mitarbeiter stellen die Sinnfrage und die Frage nach Werten.
Ursula Simacek, Chefin der Simacek Facility Management Group, sieht in CSR einen Wettbewerbsvorteil, sowohl bezüglich Mitarbeitern als auch bezüglich der Kunden. Dienstleistung, so Simacek, bedeutet den Menschen im Fokus zu haben. Sie beschäftigt 70% Frauen, 80% Personen mit Migrationshintergrund und 30% über 50-Jährige Die Geschäftsführerin forderte, dass Ausschreibungen der öffentlichen Hand CSR beinhalten und somit zu einem Wettbewerbsvorteil verhelfen sollten. Außerdem erneuerte sie die Forderung nach dem angekündigten CSR-Aktionsplan.
Johannes Zimmerl, als Direktor des Konzernpersonalwesen der REWE Int. AG Herr über 40.000 Mitarbeiter, meinte, man sei natürlich wirtschaftlich getrieben – und es sei viel in Sachen CSR schon passiert. Als Beispiel nannte er Respact. CSR, so Zimmerl, bringe Vorteile am Arbeitsmarkt. Maßnahmen für Kinderbetreuung in Ferienzeiten, Heimarbeitsplätze, aber auch die Sensibilisierung der eigenen Führungskräfte für veränderte Bedingungen sei notwendig.
Peter Röhrig, Gründer MAM Babyartikel GmbH. beschäftigt zwar nur 10% der Mitarbeiter in Österreich – diese seien aber höchst qualifiziert. Davon sind 75% Frauen – diese arbeiten mit Freude, gehen in Karenz und kommen mit Schwung wieder zurück ins Unternehmen, berichtet der MAM-Gründer: „Der Arbeitsbeginn nach der Karenz ist geistiges Training und Erholung zugleich.“
Resümee der Diskussionsrunde:
- Kampf um die besten Mitarbeiter: Man MUSS sich mit Werten beschäftigen
- Forderung nach einem CSR Aktionsplan
- Forderung nach Einbeziehen von CSR bei Ausschreibungskriterien der öffentlichen Hand
- Man soll es (CSR) einfach tun
- Wie man in den Wald hineinruft – so hallt es heraus
- CSR ist Unternehmenskultur – eine Haltungsfrage, die langfristig zum Erfolg führt
Von besonderem Interesse sind die CSR-Aktivitäten der Novomatic und deren Einstellung zu sozialen Aktivitäten der Mitarbeiter. Dies könnte zum Vorbild für alle österreichischen Unternehmen werden.
Wir berichten auch über die neuen Partner für die Plattform MeineRaumluft.at, wo es ein Klassenzimmer für jugendliche Asylwerber gibt, die e-Bikes von Bosch, die Wahl von Peter Zimmerl zum Vorstand des Projekts Bank und laden zur Einreichung zum DiversCity Preis 2016 ein.
Wie immer gibt’s auch Veranstaltungshinweise.
Wir wünschen wie immer informative und spannende Unterhaltung bei unserem Newsletter!
Für das CSR-Newsletter-Team,
herzlichst Ihr Reinhard Krémer
Besuchen Sie uns auch im Internet: www.csr-guide.at/news
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